Wissen allgemein

Fahren Sie mit der Maus über die Violine

Die Saiten werden durch das Streichen mit dem Bogen in Bewegung gesetzt. Diese Schwingung wird durch den Steg auf die Decke übertragen, von dort über den Stimmstock auf den Boden und vom Korpus des Instruments zum Klingen gebracht.

Decke und Boden müssen gewölbt sein, um dem Druck der Saiten bzw. des Stimmstocks zu widerstehen. Die Länge und Lage der f-Löcher in der Decke sowie die Wölbungshöhe von Decke und Boden haben großen Einfluss auf den Ton.
Der Stimmstock ist ein kleines zylinderförmiges Fichtenstäbchen, das im Inneren in Stegnähe die Decke mit dem Boden verbindet.

Die Zargen haben für den Klang kaum Bedeutung: Sie werden im Inneren durch die Reifchen verstärkt, Holzstreifchen aus Fichte oder Weide von ca. 1 cm Breite. Die Reifchen werden mit einem Biegeeisen gebogen und genau der Form der Zargen angepasst, in die Eckklötze sowie an Ober- und Unterklotz eingepasst. In den Oberklotz wird eine Verbindung eingeschnitten, in welche der Hals eingreift. Der Hals endet in einer Schnecke von graziöser Form, einem wahrhaften Stück Schnitzkunst, in dem der Geigenbauer seiner Kreativität freien Lauf lassen kann.