Geigenbauhölzer

Geigenbauhölzer

Auch Arnold Posch legt großen Wert auf beste Holzqualität. Neben dem alten gelagerten Holz hat er selbst gefälltes Holz für seine Instrumente vorrätig.
Von der Qualität der Hölzer hängt zu einem wesentlichen Teil der Klang eines Instruments ab. Verwendung finden:
Fichte für die Decke, Bassbalken und Stimmstock;
Ahorn für Boden, Zargen, Hals und Steg;
Ebenholz für Griffbrett, Saitenhalter und Sattel,
Palisander für die Wirbel und den Knopf.
Die Zargenreifchen und die Klötze können aus Fichte, Weide, Pappel oder jedem anderen leichten Holz sein.
Das beste Fichtenholz für den Geigenbau kommt vorwiegend aus windgeschützten Tälern und einer Höhenlage von 1000 bis 1500 m, da der Abstand der Jahresringe von der Höhe, dem Klima und der Bodenbeschaffenheit bestimmt wird. Die Jahresringe sollen im Abstand von ca. 1mm gut parallel laufen, ohne Knoten und Risse. Die Decke wird meist aus zwei Teilen geleimt. Dafür wird ein Baumstück der Länge nach in Keile aufgespalten.
Der Boden muss genügend widerstandsfähig sein, um die Last des Stimmstocks zu tragen und genügend elastisch, um auf Schwingungen zu reagieren, die durch die Decke übertragen werden.
Der Ahorn für den Boden wird entweder dem Spiegel oder der Schwarte nach geschnitten.